pfefferberg

Über uns

Die Stiftung Pfefferwerk wurde 1999 gegründet und im Mai 2000 als rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts durch die Senatsverwaltung für Justiz des Landes Berlin staatlich anerkannt.

Stiftungsvermögen ist die Immobilie Pfefferberg, die Pachteinnahmen aus der ehemaligen Brauerei im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg bilden die wesentliche finanzielle Basis der Arbeit. Darüber hinaus werden Drittmittel und Spenden eingeworben (dabei gibt es keine Zuwender, die mehr als zehn Prozent der Einnahmen zur Verfügung stellen).

Auf dieser Grundlage können eigene Vorhaben durchgeführt sowie in wachsendem Maße Initiativen und Projekte anderer gemeinnütziger Träger unterstützt werden, die im Rahmen der Förderbereiche der Stiftung tätig sind. Weitere Voraussetzung für eine Zuwendung ist, dass diese Projekte neue Ausbildungs- und Arbeitsplätze schaffen oder am Arbeitsmarkt Benachteiligten den Einstieg ins Erwerbsleben erleichtern.

Die Stiftung Pfefferwerk hat sich der Initiative Transparente Zivilgesellschaft angeschlossen. Über uns enthält deshalb auch alle diesbezüglich geforderten Informationen.

Die Stiftung Pfefferwerk ist alleinige Gesellschafterin der
Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH. Sie ist Mitglied im Deutschen PARITÄTischen Wohlfahrtsverband Landesverband Berlin e.V., im Bundesverband Deutscher Stiftungen sowie von REVES, dem Europäischen Netzwerk der Städte und Regionen für Sozialökonomie mit Sitz in Brüssel.

Die Gemeinnützigkeit der Stiftung Pfefferwerk wurde vom Finanzamt für Körperschaften I Berlin zuletzt mit Schreiben vom 09. Mai 2017 für das Geschäftsjahr 2015 bestätigt.

Stiftungszwecke

Gemäß ihrer Verfassung verfolgt die Stiftung Pfefferwerk folgende sechs Stiftungszwecke:

  • Umweltschutz
  • Denkmalschutz
  • berufliche Bildung und Volksbildung
  • generationsübergreifende Gemeinwesenarbeit (darunter Kinder- und Jugendhilfe, Altenhilfe, Wohlfahrtspflege, mildtätige Zwecke)
  • Kultur
  • Völkerverständigung.

 

Förderkreis

Seit der Gründung der Stiftung Pfefferwerk bringt sie ihre Ressourcen dafür ein, Vielfalt zu befördern und den sozialen Zusammenhalt im Gemeinwesen zu stärken. Neben den Erbpachtzinsen und Zuwendungen fließen Spenden in die fördernde und operative Arbeit.

Eine neue, zentrale Säule für die Weiterentwicklung der Stiftungsarbeit ist der Förderkreis, dem sich Privatpersonen, Firmen und Institutionen anschließen können.

Die regelmäßigen Spenden bewirken:

die Ausweitung der Fördertätigkeit in Berlin und

den Ausbau des (sozio)kulturellen Engagements der Stiftung Pfefferwerk auf dem Pfefferberg

 

Die Mitglieder im Förderkreis

erhalten regelmäßig Informationen über die aktuellen Aktivitäten der Stiftung Pfefferwerk,

werden zu den Veranstaltungen eingeladen, die die Stiftung Pfefferwerk durchführt,

können auf Wunsch geförderte Projekte und die Akteure vor Ort persönlich kennenlernen,

können sich an der Vergabe eines Preises beteiligen, den der Förderkreis jährlich verleiht.

Wenn auch Sie die Stiftungsarbeit regelmäßig unterstützen möchten, senden Sie uns bitte eine Mail oder füllen einfach den Flyer aus.

Herzlichen Dank

Organe

Gemäß Verfassung der Stiftung Pfefferwerk führt ein aus zwei Mitgliedern bestehender Vorstand, beide im Rahmen eines Anstellungsverhältnisses, die Geschäfte der Stiftung.

Dem Stiftungsvorstand gehören an:

  • Margitta Haertel, Vorsitzende des Stiftungsvorstands
  • Karin Scheurich, stellv. Vorsitzende des Stiftungsvorstands

Der ehrenamtlich tätige Stiftungsrat bildet das Aufsichtsgremium und beschließt Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung. 

Dem Stiftungsrat gehören an:

  • Claudia Nier, Architektin, Vorsitzende des Stiftungsrates
  • Reinhard Kraetzer, Bürgermeister a.D., stellvertretender Vorsitzender
  • Christine Keil, Bezirksstadträtin Pankow a.D.
  • Norbert Ellermann, Rechtsanwalt und Steuerberater
  • Günther Öchsner, Kaufmann.
Verfassung

Die Verfassung als Download.

Stiftung Pfefferwerk in Zahlen
Stiftung Pfefferwerk Berlin    
       

A. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2015

 
           
          Geschäftsjahr
        Euro Euro
           
1. Umsatzerlöse (Einnahmen aus Erbpacht)   298.969,14
           
2. Sonstige betriebliche Erträge    
  a)   Erträge aus der Auflösung von Sonderposten 46,00  
  b)   sonstige Erträge im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 8.417,27  
  c)   Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 14,34  
  d)   Zuwendungen 7.000,00  
  e)   Spendeneingänge 5.087,20  
  f)   Sonstige Erträge 95,13 20.659,94
           
3. Materialaufwand    
      Aufwendungen für bezogene Leistungen   0,00
           
4. Personalaufwand    
  a)   Löhne und Gehälter 71.273,75  
  b)   Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 16.433,62 87.707,37
5. Abschreibungen    
  a)   auf immatrielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen  94,00  
  b)   auf Forderungen aus Erbpacht 0,00 94,00
           
6. Satzungsgemäße Förderungen    
      Aufwand für Förderungen   207.480,00
           
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen   37.912,04
      Projektaufwendungen ohne PK 12.360,61  
           
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   96.649,72
           
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   3,69
           
10. Steuern  vom Einkommen und Ertrag   -199,41
           
11. Jahresüberschuss   83.281,11
           
           

B. Personal- / Beschäftigungsstruktur

Im Jahr 2015 waren die beiden Vorstandsmitglieder mit insgesamt 0,95 VZ fest bei der Stiftung Pfefferwerk angestellt (davon ein Minijob),

Zusätzlich waren eine Mitarbeiterin mit einer Teilzeitstelle (zunächst 55 %, ab 1.11. 65%) sowie projektebezogen ebenfalls ab 1.11.2015 eine weitere Mitarbeiterin auf Minijobbasis beschäftigt.

Diese Beschäftigungsverhältnisse bestehen bis zum 31.3.2017 bzw. 30.4.2018.

Darüber hinaus werden bei Bedarf gelegentlich in geringem Umfang Honoraraufträge vergeben.

Weitere Beschäftigungsverhältnisse bestehen nicht.

C. Bilanz 2015

Bilanz zum 31.12.2015.pdf

Flyer

Unser aktueller Flyer.

Jahresbericht 2016

Bericht über die Tätigkeit der Stiftung Pfefferwerk im Jahr 2016

Vorbemerkungen

Gemäß Verfassung verwirklicht die Stiftung Pfefferwerk ihre Stiftungszwecke fördernd und operativ. Auf Beschluss der Stiftungsorgane bildeten die beiden Stiftungszwecke berufliche Bildung und Volksbildung sowie generationsübergreifende Gemeinwesenarbeit im Berichtszeitraum die Schwerpunkte der Tätigkeit. Diese erfolgte auf der Grundlage der im Jahr 2000 genehmigten Verfassung und nachfolgender Änderungen mit Stand von November 2010 sowie den gültigen Geschäftsordnungen von Stiftungsrat und Vorstand ebenfalls aus dem Jahr 2000.

Die sechs Stiftungszwecke wurden vorrangig durch projektbezogene Zuwendungen an gemeinnützige Träger in Berlin erfüllt. Auf der Basis der Grundsätze der Förderung und der Förderrichtlinien in der jeweils am 26. September 2011 verabschiedeten Fassung bewilligte die Stiftung Pfefferwerk im Jahr 2016 aus eigenen Mitteln über 220.000 Euro für 62 Projekte, realisiert in mindestens zehn Berliner Bezirken, und neun bedürftige Einzelpersonen bzw. ihre Familien Förderungen und Zuschüsse. Des Weiteren wurden 7.183,34 Euro aus dem Programm „KinderZukunft“ der Stiftung des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Landesverband Berlin e.V. für den Bezirk Pankow gemäß Vorgaben des Zuwendungsgebers zur Unterstützung von 113 Kindern an bedürftige Familien weitergereicht.

Darüber hinaus wendete die Stiftung Pfefferwerk Personal- und Sachkosten für operative Aktivitäten auf. Hierbei war ein Fokus auf den Standort Pfefferberg gerichtet, verknüpft mit der Intention, soziokulturelle Angebote auf dem Gelände auszuweiten. Dafür setzte die Stiftung Pfefferwerk teilweise extern eingeworbene Mittel ein. Dieser Zielstellung folgte auch die befristete personelle Aufstockung in der Geschäftsstelle. Zudem floss ehrenamtliches Engagement in die Erfüllung der Stiftungsziele.

 

Administration

1. Organe der Stiftung

1.1.Stiftungsrat

Der Stiftungsrat war ehrenamtlich tätig. Die Mitglieder kamen im Berichtszeitraum zu vier ordentlichen Sitzungen zusammen und erhielten dafür erstmals eine Aufwandsentschädigung. Bei Bedarf fanden weitere Gespräche einzelner Mitglieder des Rates, insbesondere der Vorsitzenden des Stiftungsrates, mit Vorstandsmitgliedern statt. Dem Stiftungsrat gehörten im Jahr 2016 folgende Mitglieder an:

  • Claudia Nier (Architektin), Vorsitzende des Stiftungsrates;
  • Reinhard Kraetzer (Abteilungsleiter, Bezirksbürgermeister a.D.), stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrates;
  • Christine Keil (bis 10/2016 Bezirksstadträtin);
  • RA Norbert Ellermann (Steuerberater);
  • Rayk Barthels (Betriebswirtschaftler).

1.2.Vorstand

Die Geschäftsstelle des geschäftsführenden Vorstandes befindet sich auf dem Pfefferberg (Schönhauser Allee 176/Christinenstraße 18-19). Bis Mai 2016 war sie im Haus 10 untergebracht, seither im neu errichteten Haus 12. Den Vorstand bildeten weiterhin Margitta Haertel, Vorsitzende des Vorstands, und als stellvertretende Vorsitzende Karin Scheurich.

 

2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die soliden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Stiftung Pfefferwerk ermöglichten im Berichtszeitraum viele Aktivitäten zur Verwirklichung der Stiftungszwecke. Die Personal-, Sach- und Projektausgaben wurden überwiegend aus den laufenden Erbpachteinnahmen finanziert. Darüber hinaus warb die Stiftung Pfefferwerk zwei projektbezogene Zuwendungen sowie einige Spenden ein.

Vermögensverwaltung

2.1. Immobilie Pfefferberg

Der Zufluss an Mitteln aus Erbpacht gemäß den Festlegungen des Stundungs- und bedingten Erlassvertrages vom 31. Juli 2004 erfolgte im Jahr 2016 kontinuierlich. Die Einnahmen setzten sich aus den Erbpachtzahlungen der einzelnen Teilerbbaurechtsnehmer des Pfefferberg-Geländes, bis 30. Juni 2016 anteilig für TE V auch noch von der Pächterin, zusammen. Die Gesamtsumme lag resultierend aus Mehreinnahmen aufgrund neu entstandener Ansprüche (Ersatzzahlung wegen Nichtrealisierung eines Neubaus) über den Beträgen des Vorjahres.

Mit Schreiben vom 6. September 2016 erging an die Stiftung Pfefferwerk der Bescheid des Bezirksamtes Pankow auf Festsetzung der Sanierungsausgleichsabgabe für die Liegenschaft Pfefferberg in Höhe von 351.104,00 Euro, davon vorläufig ausgesetzt ein Betrag von 88.021,77 Euro. Die erste Rate über 171.350,46 Euro wurde fristgemäß zum 15. Dezember 2016 überwiesen. Im Vorfeld hatte die Stiftung Pfefferwerk gemäß der vertraglich gesicherten Zahlungsverpflichtung von allen betroffenen Teilerbbaurechtsnehmern rechtzeitig den jeweils auf ihre Flächen entfallenden Teilbetrag erhalten.

2.2. Beteiligungen

Die Stiftung Pfefferwerk hält durch Zustiftung seit 2002 alle Gesellschafteranteile an der Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH - gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung von Stadtkultur. Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft weist zum 31.12.2016 ein positives Ergebnis auf. Im Rahmen der Vermögensverwaltung führte der Vorstand mit der kommissarisch agierenden Geschäftsführung zwei Gesellschafterversammlungen durch. Es bestand darüber hinausgehend ein regelmäßiger Konsultationsprozess zwischen beiden Organen.

 

3. Mitgliedschaften

Die Mitgliedschaften im Bundesverband Deutscher Stiftungen e.V., im Europäischen Netzwerk der Städte und Regionen für Sozialökonomie (REVES) sowie im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband Landesverband Berlin e.V. führte die Stiftung Pfefferwerk im Berichtszeitraum fort.

Im Jahr 2016 suchte sie verstärkt den fachlichen Austausch mit anderen Stiftungen und Trägern in Berlin und auch darüber hinaus. So gehörte sie zu den Gründungsmitgliedern des Netzwerkes Stiftungen und Bildung in Berlin, das im Januar 2016 entstand und im September auf Einladung der Stiftung Pfefferwerk auf dem Pfefferberg zusammenkam, war auf dem Berliner Stiftungstag und auf dem bundesweiten Treffen in Leipzig vertreten, beteiligte sich an der Berliner Stiftungswoche, nahm an mehreren thematischen Fachveranstaltungen auf der lokalen und auf der Bundesebene teil.

 

Operative und fördernde Tätigkeit

Gemäß ihrer Verfassung ist die Stiftung Pfefferwerk sowohl fördernd als auch operativ in den Bereichen Umweltschutz, Denkmalschutz, berufliche Bildung und Volksbildung, generationsübergreifende Gemeinwesenarbeit (darunter Jugendhilfe, Altenhilfe, Wohlfahrtspflege, mildtätige Zwecke gemäß § 53 Abgabenordnung), Kultur und Völkerverständigung tätig und verbindet das mit dem Anspruch, die Schaffung neuer Arbeits- und Ausbildungsplätze zu befördern, arbeitsmarktpolitische Aktivitäten zu unterstützen und/oder die Chancen Benachteiligter auf eine Integration in das Erwerbsleben zu verbessern. Den Rahmen für die Fördertätigkeit 2016 bildeten die Grundsätze der Förderung und die Förderrichtlinien in der Fassung vom 26. September 2011.

1. Umweltschutz

In diesem Stiftungszweck erfolgte die Vergabe von Fördermitteln, jeweils an gemeinnützige Träger, zum einen für Projekte, bei denen vorwiegend benachteiligte Menschen (Jugendliche, Geflüchtete, Langzeitarbeitslose) mit Blick auf ihre Lebensumwelt gärtnerisch tätig werden:

  • Luccinas – International network of Art and Science e.V. (Charlottenburg) – Personal- und Sachmittel für das gemeinwesenorientierte Garten- und Begrünungsprojekt ViaVerde Berlin;
  • Über den Tellerrand e.V. (Schöneberg) - Honorare und Sachmittel für Workshops im Rahmen des integrativen Urban-Gardening-Projekts "Über den Tellerrand wachsen“.

Zum anderen wurden Zuschüsse für Projekte gewährt, die dem Themenfeld Umweltbildung / -erziehung zuzuordnen waren:

  • Förderverein der Kurt-Löwenstein-Oberschule (Treptow/Neukölln) - Startphase zur Etablierung eines Modellprojekts "Repair Café trifft Arbeitslehre"
  • Albatros gGmbH (Reinickendorf) – Kofinanzierung für die Upcycling-Werkstatt „Stoffwechsel“ in einem Interkulturellen Mädchentreff, die Näh- und Schneiderkurse u.a. für Bewohnerinnen einer Flüchtlingsunterkunft beinhaltet.

Im Rahmen der operativen Arbeit unterstützte die Stiftung Pfefferwerk Überlegungen und Gespräche, die Repair-Café-Idee mit Berufsorientierung an Schulen zu verknüpfen.

2. Denkmalschutz

Im Jahr 2016 reichte die Stiftung Pfefferwerk Fördermittel für ein Projekt aus:

  • Der berlinweit tätig gemeinnützige Verein Denk mal an Berlin e.V. erhielt einen Zuschuss als Mitfinanzierung von Workshopreihen bzw. Projektwochen im Vorfeld des Tags des offenen Denkmals, entwickelt und realisiert als Kooperation von acht bezirklicher Museen in Berlin mit jeweils einer Bildungseinrichtungen.

Im operativen Bereich realisierte die Stiftung Pfefferwerk mehrfach auf Anfrage Führungen interessierter Besucher/innen auf dem Pfefferberg-Gelände durch, darunter zwei Führungen zum Tag des offenen Denkmals. 

3. Berufliche Bildung und Volksbildung

Auf Beschluss der Stiftungsgremien war dieser Stiftungszweck im Berichtszeitraum wiederum besonders im Fokus der Arbeit. Insgesamt flossen 95.160,00 Euro in 29 Projekte, die alle bei gemeinnützigen Trägern angesiedelt waren. Einen Schwerpunkt dabei bildeten Angebote zur Verbesserung der Lernergebnisse und zur Unterstützung der beruflichen Orientierung insbesondere für benachteiligte Jugendliche:

Aus dem Förderprogramm „Mit Deiner Idee geht mehr!“ (5 Projekte – 11.500,00 €):

  • Förderverein der Janusz-Korszak-Oberschule Pankow e.V. (Pankow) – Sachmittel für den Weiterbau der „Längsten Bank Pankows“ durch Schüler/innen auf dem Schulhof;
  • BAUFACHFRAU Berlin e.V. (Weißensee) – Personal- und Sachmittel für den Bau eines Lehmofens gemeinsam mit Schüler/innen der Hagenbeck-Schule;
  • Förderverein der Kurt-Tucholsky-Oberschule Berlin-Pankow e.V. – Sachmittel für die Herstellung von Sitzelementen des Skulpturengartens auf dem Schulhof;
  • Katholische Kirchgemeinde Herz Jesu (Prenzlauer Berg) – Sachmittel und Honorare für die Renovierung des Lehmhauses im Hof der Kita der Gemeinde mit Jugendlichen;
  • Humanistischer Verband Deutschlands e.V. (Prenzlauer Berg) – Sachkosten zur Errichtung einer Hochebene in der JFE Rakäthe.

Weitere Angebote für benachteiligte Kinder und Jugendliche (12 Projekte – 39.200,00 €)

  • Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH (Wedding) – Sachmittel als Kofinanzierung der Umgestaltung des Schulhofes der Ernst-Schering-Schule, geplant und durchgeführt maßgeblich von Student/innen der Beuth-Hochschule und Schüler/innen;
  • Verein für inklusive Medienbildung e.V. (berlinweit) – Kofinanzierung des mehrgliedrigen Medienprojekts „Janz schöön anders. Für Inklusion. Gegen Ausgrenzung“;
  • Forum für Bildung und Erziehung (FBE) gGmbH (Wedding) – Honorar- und Sachmittel zur Durchführung des Pilotprojekts „Forum BBR – Hauptschulabschluss für Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen“;
  • Forum für Bildung und Erziehung (FBE) gGmbH (Wedding) – Honorar- und Sachmittel zur Durchführung eines weiteren Kurses im Zuge des Projekts „Forum BBR – Hauptschulabschluss für Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen“;
  • Die Lernwerkstatt - lernen und lernen lassen e.V. (Treptow) – Honorare und anteilige Mietkosten für eine Lernbegleitung benachteiligter Jugendlicher;
  • Förderverein der Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Schule e.V. (Prenzlauer Berg) – Personalmittel zur Weiterführung der Nachhilfeangebote im Schülerclub;
  • FORUM Kreuzberg e.V. (Kreuzberg) – Mitfinanzierung des Projekts Sprachwelten im Rahmen der Hausaufgabenhilfe in der Schülerclub Aladdin;
  • Joblinge gAG Berlin (Pankow) – Honorar- und Sachmittel zur Durchführung des Projekts Art Enterprise mit benachteiligten Jugendlichen aus dem Programm JOBLINGE;
  • Nadeshda e.V. (Friedrichshain) – Kofinanzierung für „Mobilasyl“, ein Sprachlern- und Willkommensangebot für minderjährige Geflüchtete mit sehr geringen oder gar keinen Schulkenntnissen.
  • MUSE-Deutschland e.V. (Moabit) – Honorare und Koordinationspauschale für die einjährige Teilnahme einer Klasse am MUSE-Programm;
  • MUSE-Deutschland e.V. (Wedding) - Honorare und Koordinationspauschale für die viermonatige Teilnahme einer Klasse am MUSE-Programm;
  • Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH (Wedding) – Aufwandsentschädigung für Jugendliche, die im Zuge des Projekts Factory – Schüler helfen Schülern Nachhilfe für lernschwächere Schüler/innen aus sozial schwachen Familien erteilen.

Einen weiteren Schwerpunkt bildeten Angebote, die darauf abzielen, die Chancen benachteiligter Erwachsener auf den Einstieg ins Erwerbsleben zu verbessern. Die nachstehenden Projekte unterstützte die Stiftung Pfefferwerk mit insgesamt 44.460,00 Euro:

  • Cenfila gGmbH (Neukölln) – Honorar- und Sachmittel zur Absicherung eines zweijährigen Ausbildungsganges für 20 Teilnehmer/innen zum/r Sozialassistent/in;
  • WeTeK Berlin gGmbH (Prenzlauer Berg) – Honorare für einen fachspezifischen Deutschkurs für Migrantinnen in einer berufsbegleitenden Erzieherinnenausbildung;
  • Brücke e.V. (berlinweit) – Honorare und Sachmittel für studienbegleitende Weiterbildungsangebote im IT-Bereich für afrikanische Studierende;
  • WeTeK Berlin gGmbH (Wedding) – Honorar- und Sachmittel zur Vorbereitung einer Ausstellung als praxisbezogenes Lernobjekt im Rahmen des berufsorientierenden Werkstattprojekts Format: Kunst für benachteiligte junge Erwachsene;
  • WeTeK Berlin gGmbH (Prenzlauer Berg) – Kostenübernahme für die Teilnahme von drei Arbeitssuchenden ohne ALGII-Bezug an berufsvorbereitenden Qualifizierungen
  • VISIONEERS – Volunteering with a Vision (Schöneberg) – Personal- und Sachmittel für die Auftaktphase des VISIONEERS Mentorenprogramms, das Bildungsangebote und arbeitsmarktorientierte Begleitung für geflüchtete junge Erwachsene beinhaltet;
  • Freundeskreis Tina Modotti Archiv e.V. (Prenzlauer Berg) – Mietkostenzuschuss für  niedrigschwellige Bildungsangebote u.a. für Frauen aus einer Flüchtlingsunterkunft;
  • BAUFACHFRAU Berlin e.V. (Reinickendorf) – Personal- und Sachmittel zur Ausgestaltung von Gemeinschaftsräumen in einer Unterkunft für Geflüchtete gemeinsam mit geflüchteten Frauen;
  • Brunnenviertel e.V. (Wedding) – Honorar- und Sachmittel zur Weiterführung des Projekts „Wissensbörse“, das niedrigschwellige Bildungsangebote beinhaltet, die vorwiegend von sozial schwächeren Menschen genutzt werden;
  • Brunnenviertel e.V. (Wedding) – Honorar- und Sachmittel zur Konzipierung und Durchführung des Projekts „FührDich“, bei dem vorwiegend sozial schwächeren Menschen zu Stadtführer/innen in ihrem Kiez ausgebildet werden;
  • Ritas Häkelklub e.V. (Neukölln) – anteilige Mietkosten und Honorare zur Durchführung handwerklich-künstlerischer, sprach- und start-up-orientierter Qualifizierungsangebote für langzeitarbeitslose Migrant/innen;
  • Fördern durch Spielmittel e.V. (Prenzlauer Berg) – letzte Rate der Kofinanzierung der Ausbildungsvergütung für eine benachteiligte junge Frau, zusätzlich nochmalige Verlängerung um sechs Monate.

Im Zuge der operativen Arbeit realisierte die Stiftung Pfefferwerk auch 2016 mehrere Informationsveranstaltungen über Pfefferberg (Geschichte, Stiftungsmodell) und Pfefferwerk. Zu den Interessierten zählten Auszubildende der Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH Teilnehmer/innen an Fortbildungskursen, Gäste aus dem Ausland und kommunale Entscheidungsträger, darunter der Oberbürgermeister von Karlsruhe.

4. Generationsübergreifende Gemeinwesenarbeit

Den zweiten Schwerpunktbereich der Stiftungstätigkeit bildete wiederum die generationsübergreifende Gemeinwesenarbeit, im Besonderen die Kinder- und Jugendhilfe und die Wohlfahrtspflege sowie die Erfüllung mildtätiger Zwecke.

4.1       Kinder- und Jugendhilfe (9 Projekte – 41.700,00 Euro)

Zuschüsse erhielten fünf gemeinnützige Träger für Projekte, bei denen benachteiligte Jugendliche mit und ohne Fluchthintergrund im Mittelpunkt der Arbeit standen:

  • lebensnah e.V. (Friedrichshain) – Ausstattungskosten für die Etablierung einer Wohngemeinschaft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge;
  • KuDePo e.V. (Hellersdorf) - Kofinanzierung bei der Etablierung einer Wohngemeinschaft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge;
  • Alte Feuerwache e.V. (Neukölln) – Kofinanzierung für das Projekt „Zugang für alle“ zur Begleitung von Jugendlichen an der Schwelle Schule – Beruf;
  • Humanistischer Verband Deutschlands e.V. (Neukölln) – Sachmittel für die konzeptgerechte Ausstattung der neuen Jugendfreizeiteinrichtung Trapez;
  • JuLi Jugendhilfe in Lichtenberg gGmbH (Lichtenberg) – Honorare für die Durchführung von Sprachlern- und Kreativangeboten für Kinder und Jugendliche aus Flüchtlingsunterkünften bzw. Willkommensklassen, durchgeführt in einer JFE.

Darüber hinaus unterstützte die Stiftung Pfefferwerk mit Zuwendungen an mehreren Standorten die Neugründung bzw. Erweiterung von Einrichtungen der Kindertagesbetreuung mit besonderen konzeptionellen Schwerpunkt (in Trägerschaft von vier frei-gemeinnützigen Trägern):

  • Kultur Mosaik Berlin gUG (Charlottenburg) – Sachkosten für Baumaßnahmen bei der Erweiterung des Internationalen Kindergartens Multi Lingua;
  • Forum für Bildung und Erziehung (FBE) gGmbH (Wedding) – Investitionskostenzuschuss für die Etablierung einer waldorforientierten Kita;
  • Sportverein Pfefferwerk e.V. (Mitte) – Vorlaufkostenzuschuss bei der Etablierung der bewegungsorientierten Kita Holzmarkt;
  • Kunger Küken e.V. (Treptow) - Vorlaufkostenzuschuss bei der Etablierung der montessoriorientierten Kita Kungerküken.

4.2       Wohlfahrtspflege (8 Projekte – 27.200,00 Euro)

Die Stiftung Pfefferwerk vergab mehrfach Projektzuschüsse, um damit zumeist niedrigschwellige Bildungs- und Beratungsangebote für Flüchtlinge und andere Menschen mit Migrationshintergund zu ermöglichen bzw. zu unterstützen. Im Berichtszeitraum erhielten folgende gemeinnützigen Träger einen Zuschuss:

  • Syn:format e.V. (Kreuzberg) – Personal- und Sachkosten für das Bildungs- und Kulturprojekt „Meine Heimat. Deine Heimat“ mit Geflüchteten
  • Afrique Soleil e.V. (Reinickendorf) – Honorare für das Projekt „Afro-Kinder und –Jugendliche lernen Afrika kennen“, das die Integration und berufliche Orientierung in Berlin lebender Kinder und Jugendlicher mit afrikanischen Wurzeln unterstützt
  • Syn:format e.V. (Kreuzberg) – Personal- und Sachkosten für das Bildungs- und Kulturprojekt Letter to the World mit Geflüchteten

Andere von der Stiftung Pfefferwerk im Rahmen dieses Stiftungszwecks geförderte Projekte zielten darauf ab, Angebote für benachteiligte Menschen, darunter erwachsene Analphabeten und Blinde, zu unterstützen. Im Berichtszeitraum erhielten einen Zuschuss:

  • KOPF, HAND und FUSS gemeinnützige Gesellschaft für Bildung mbH (Mitte) – Personalmittel für die Realisierung eines Studentenworkshops mit dem Ziel, Möbel zur Ausstattung eines Co-Working-Spaces für Menschen mit Behinderungen zu entwickeln – Ergänzend: weitere Förderung für Sachmittel;
  • ZIK – zuhause im Kiez gGmbH – 3. Rate Kofinanzierung eines über Aktion Mensch geförderten Projekts zur Etablierung eines Blindenblogs;
  • Förderverein des Deutschen Blinden-Museums e.V. (berlinweit) – Zuschuss zur Neugestaltung des Ausstellungsbereichs berufliche Reha im Zuge der Modernisierung und Erweiterung des Dauerausstellung des Deutschen Blindenmuseums;
  • Handiclapped – Kultur Barrierefrei e.V. (berlinweit) – Kofinanzierung des von Aktion Mensch geförderten Projekts Handiclapped barrierefrei – inklusive Musik für Alle!
  • Moabiter Ratschlag e.V. (Wedding) – Investitionskosten zur Sicherung der Infrastruktur für Nachbarschaftsangebote, realisiert von Mitarbeiter/innen im Rahmen von Maßnahmen der Arbeitsförderung.

4.3       Mildtätige Zwecke

Im Jahr 2016 reichte die Stiftung Pfefferwerk wiederum die Mittel aus dem Programm „KinderZukunft“ aus, die der Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Landesverband Berlin e.V. bzw. seiner Stiftung für den Bezirk Pankow zur Verfügung stellte. Insgesamt 113 Kinder aus bedürftigen Familien kamen in den Genuss einer Einzelhilfe oder eines mehrmonatigen Kinderstipendiums, der Gesamtbetrag belief sich auf 7.183,34 Euro.

Aus eigenen Mitteln unterstützte die Stiftung Pfefferwerk vier benachteiligte Frauen und zwei junge Erwachsene, die aus unterschiedlichen Gründen keine oder nur geringe staatliche Unterstützung erhalten, bei der Finanzierung der Kosten für ihre berufliche Ausbildung bzw. für die Übersetzung von Unterlagen für die Anerkennung bereits erworbener Abschlüsse.

Des Weiteren erhielten drei bedürftige Kinder und Jugendliche bzw. ihre Familien jeweils einen kleinen Zuschuss bei der Finanzierung des Eigenanteils für Bildungsangebote sowie der Prüfungsgebühren zur Erlangung eines externen Schulabschlusses.

5. Kultur

Die Förderungen, die die Stiftung Pfefferwerk 2016 im Stiftungszweck Kultur an insgesamt sieben gemeinnützige Träger ausreichte, kamen direkt oder indirekt Künstler/innengruppen in verschiedenen Genres zugute, die versuchen, im Arbeitsmarkt Kultur anzukommen:

  • Creative office e.V. (Friedrichshain) – Zuschuss zu den Miet- und Honorarkosten bei der Etablierung von Projekträumen sowie für Weiterbildungsangebote für Filmleute;
  • Theaterförderverein Moabit e.V. (Moabit) – Kofinanzierung der Inszenierung „Und Gad ging zu David“ mit jungen Absolvent/innen von Schauspielschulen mit dem Ziel, ein neues Ensemble zu etablieren;
  • Meinblau e.V. (Prenzlauer Berg) – Miet- und Personalkosten für zwei Ausstellungsprojekte mit jungen Künstler/innen bzw. Kunststudent/innen auf dem Pfefferberg;
  • Hammeraue e.V. – Verein für Illustrations- & Zeichenkunst (Prenzlauer Berg) – Honorare für Informations- und Weiterbildungsangebote im Rahmen des Festivals ILLUFEST 16 auf dem Teutoburger Platz und im NBH F92;
  • Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH (Prenzlauer Berg) – Personal- und Sachkosten für die Realisierung des Jahresprojekts „nah und fern – fremd und vertraut“ in der Galerie F92 im Nachbarschaftshaus am Teutoburger Platz;
  • Literaturbrücke Berlin e.V. (Prenzlauer Berg) – Honorare zur Durchführung des Projekts „Poets Corner“ auf dem Pfefferberg, realisiert im NBH F92, im Zuge des poesiefestival berlin am 4.6.2016;
  • WeTeK Berlin gGmbH (berlinweit) – Personalkostenzuschuss als Kofinanzierung für „ARTWert im Creative Service Center“.

Im Rahmen ihrer operativen Tätigkeit organisierte und realisierte die Stiftung Pfefferwerk mit finanzieller Unterstützung der Stiftung des PARITÄTERs in Haus 13 auf dem Pfefferberg vier weitere Konzerte die Veranstaltungsreihe „RESONANZEN – Internationale Klänge“. Auf der Bühne standen über 50 Musiker/innen mit Wurzeln in 24 verschiedenen Ländern rund um den Globus. Darunter waren sechs mit aktueller Fluchterfahrung (Syrien).

6. Völkerverständigung

Im Berichtszeitraum vergab die Stiftung Pfefferwerk im Rahmen dieses Stiftungszweckes Zuwendungen an vier gemeinnützige Träger:

  • Aedes Network Campus gGmbH (Prenzlauer Berg) – Personalkostenzuschuss bei der Koordination des Studentenaustauschprogramms auf dem Pfefferberg;
  • Freunde und Förderer der LEO KESTENBERG MUSIKSCHULE e.V. (Tempelhof) – Kofinanzierung für die Einstudierung und Aufführung des Pasticcio „Mediterraneo“ als Werk von Musiker/innen der kleinen Barockband der Leo-Kestenberg-Musikschule, geflüchteten syrischen Musikern, Sänger/innen von Berliner Hochschulen ;
  • Über den Tellerrand e.V. (Schöneberg) – Honorare und Sachmittel für das im Rahmen eines Begegnungsprojekts durchgeführte mehrgliedrige, niedrigschwellige Sprachlernangebot für Personen unterschiedlicher Herkunft, darunter Geflüchtete;
  • Geld ist die Lösung e.V. (Kreuzberg) – Kofinanzierung für das ZEITaustauschprojekt mit Teilnehmer/innen aus Berlin und Marokko.

Im Jahresverlauf 2016 arbeitete die Stiftung Pfefferwerk intensiv an der Umsetzung des gemeinsam mit Partnerorganisationen in Belgien und Italien an dem aus dem Programm ERASMUS+ geförderten Projekt „Minorities Groups Education through Arts“ (META), das auf die Integration von Minderheiten mit kultureller Bildung an Schulen abzielt.

Darüber hinaus beteiligte sie sich an der Erstellung eines vom Jobcenter Genua initiierten Projektantrages bei der EU mit dem Ziel, gemeinschaftliche Unternehmensgründungen von Menschen mit Migrationshintergrund zu befördern. 

Die Stiftung Pfefferwerk war auf der Generalversammlung von REVES im April in Tulln/Niederösterreich vertreten.

 

Jahresbericht 2017

Vorbemerkungen

Gemäß Verfassung verwirklicht die Stiftung Pfefferwerk ihre Stiftungszwecke fördernd und operativ. Auf Beschluss der Stiftungsorgane bildeten die beiden Stiftungszwecke berufliche Bildung und Volksbildung sowie generationsübergreifende Gemeinwesenarbeit im Berichtszeitraum die Schwerpunkte der Tätigkeit. Diese erfolgte auf der Grundlage der im Jahr 2000 genehmigten Verfassung und nachfolgender Änderungen mit Stand von November 2010 sowie den gültigen Geschäftsordnungen von Stiftungsrat und Vorstand, ebenfalls aus dem Jahr 2000.

Die sechs Stiftungszwecke wurden 2017 vorrangig durch projektbezogene Zuwendungen an gemeinnützige Träger in Berlin erfüllt. Auf der Basis der Grundsätze der Förderung und der Förderrichtlinien in der jeweils am 26.09.2011 verabschiedeten Fassung bewilligte die Stiftung Pfefferwerk aus eigenen Mitteln für 71 Projekte und vier bedürftige Einzelpersonen bzw. ihre Familien Förderungen und Zuschüsse im Gesamtumfang von 238.040,00 Euro. Darin eingeschlossen sind 21 Projektförderungen, die im Rahmen des 2017 von der Stiftung Pfefferwerk entwickelten Förderprogramms selbeR.machen ausgereicht wurden. Dieses Programm ist zunächst auf drei Jahre angelegt. Es beinhaltet zum einen die Programmsäule „Mit Deiner Idee geht mehr!“, die auf das gleichnamige, in den vorangegangenen Jahren auf den Bezirk Pankow begrenzte Programm aufbaut und es nun für Akteure aus ganz Berlin zugänglich macht, und zum anderen einen ReparierFonds. Dessen Kernstück bildet die Unterstützung von Projekten, bei denen benachteiligte Jugendliche regelmäßig kleine handwerkliche Reparaturarbeiten ausführen. Ziel ist es, ihnen zusätzliche praktische Fertigkeiten und Kenntnisse zu vermitteln und zudem Müll zu vermeiden. Die Auftaktveranstaltung zur Vorstellung des Programms fand am 30. Mai 2017 statt, bis Ende 2017 starteten Projekte an zehn Schulen in vier Bezirken. Bei der Etablierung und Begleitung des Programms arbeitet die Stiftung Pfefferwerk mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie des Landes Berlin sowie der bundesweit tätigen anstiftung zusammen.

Darüber hinaus reichte die Stiftung Pfefferwerk aus dem Programm „KinderZukunft“ der Stiftung des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Landesverband Berlin e.V. gemäß Vorgaben des Zuwendungsgebers 5.726,00 Euro zur Unterstützung von 105 Kindern an bedürftige Familien weiter.

Zudem wendete die Stiftung Pfefferwerk Personal- und Sachkosten für operative Aktivitäten auf. Hierbei war ein Fokus auf den Standort Pfefferberg gerichtet. Zwar hatte die 2014 für dieses Feld vorgenommene personelle Aufstockung in der Geschäftsstelle nicht alle Erwartungen erfüllt und das Arbeitsverhältnis endete fristgerecht zum 31. März 2017. Dennoch führte die Stiftung Pfefferwerk auch 2017 mehrere Veranstaltungen auf dem Gelände durch, so die Präsentation der im Förderprogramm „Mit Deiner Idee geht mehr!“ geförderten Projekte im Rahmen der Berliner Stiftungswoche. Der dabei verliehene Preis des Förderkreises ging an die Akteure der Janusz-Korszak-Schule für das Projekt Jauseeck III.

Als Eigentümerin der Immobilie beantragte die Stiftung Pfefferwerk 2017 mit Erfolg die Aufnahme des Pfefferbergs in die Europäische Route der Industriekultur (ERIH).

Administration

1. Organe der Stiftung

1.1.Stiftungsrat

Der Stiftungsrat war ehrenamtlich tätig. Die Mitglieder kamen im Berichtszeitraum zu vier ordentlichen Sitzungen zusammen und erhielten dafür eine Aufwandsentschädigung. Bei Bedarf fanden weitere Gespräche einzelner Mitglieder des Rates, insbesondere der Vorsitzenden des Stiftungsrates, mit Vorstandsmitgliedern statt.

Dem Stiftungsrat gehörten im Jahr 2017 folgende Mitglieder an:

  • Claudia Nier (Architektin)

- Vorsitzende des Stiftungsrates;

  • Reinhard Kraetzer (Abteilungsleiter, Bezirksbürgermeister a.D.)

- stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrates;

  • Christine Keil (bis 10/2016 Bezirksstadträtin);
  • RA Norbert Ellermann (Steuerberater);
  • Rayk Barthels (Betriebswirtschaftler).

1.2.Vorstand

Den Vorstand bildeten weiterhin Margitta Haertel, Vorsitzende des Vorstands, und als stellvertretende Vorsitzende Karin Scheurich. Die Geschäftsstelle des geschäftsführenden Vorstandes befindet sich seit 2016 im neuerrichteten Haus 12 auf dem Pfefferberg (Schönhauser Allee 176/Christinenstraße 18-19).

2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die soliden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Stiftung Pfefferwerk ermöglichten im Berichtszeitraum viele Aktivitäten zur Verwirklichung der Stiftungszwecke. Die Personal-, Sach- und Projektausgaben wurden überwiegend aus den laufenden Erbpachteinnahmen finanziert. Darüber hinaus warb die Stiftung Pfefferwerk projektbezogen Zuwendungen sowie einige Spenden ein.

Vermögensverwaltung

2.1. Immobilie Pfefferberg

Der Zufluss an Mitteln aus Erbpacht gemäß den Festlegungen des Stundungs- und bedingten Erlassvertrages vom 31.07.2004 erfolgte im Jahr 2017 kontinuierlich. Die Einnahmen setzten sich aus den Erbpachtzahlungen der einzelnen Teilerbbaurechtsnehmer des Pfefferberg-Geländes zusammen. Das für das laufende Geschäftsjahr erzielte Gesamtergebnis lag resultierend aus Mehreinnahmen aufgrund neu entstandener Ansprüche (Flächenermittlung im 2016 fertiggestellten Neubau) über den Beträgen des Vorjahres.

Mit Schreiben vom 06.09.2016 war an die Stiftung Pfefferwerk der Bescheid des Bezirksamtes Pankow auf Festsetzung der Sanierungsausgleichsabgabe für die Liegenschaft Pfefferberg in Höhe von 351.104,00 Euro ergangen, davon vorläufig ausgesetzt ein Betrag von 88.021,77 Euro. Die 2017 zur Zahlung anstehende zweite Rate über 73.971,76 Euro wurde fristgemäß überwiesen. Im Vorfeld hatte die Stiftung Pfefferwerk von den betreffenden Teilerbbaurechtsnehmern gemäß der einzelvertraglich gesicherten Zahlungsverpflichtungen den jeweils auf ihre Flächen entfallenden Teilbetrag erhalten.

2.2. Beteiligungen

Die Stiftung Pfefferwerk hält durch Zustiftung seit 2002 alle Gesellschafteranteile an der Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH - gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung von Stadtkultur. Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft weist zum 31.12.2017 ein positives Ergebnis auf.

Im Rahmen der Vermögensverwaltung führte der Vorstand mit der Geschäftsführung sechs Gesellschafterversammlungen durch. Es bestand darüber hinausgehend ein regelmäßiger Konsultationsprozess zwischen beiden Organen. Der Gesellschaftsvertrag wurde angepasst.

3. Mitgliedschaften

Im Berichtszeitraum setzte die Stiftung Pfefferwerk die Mitgliedschaften im Bundesverband Deutscher Stiftungen e.V. fort. In diesem Kontext beteiligte sie sich u.a. an Aktivitäten des Stiftungsnetzwerkes Bildung in Berlin, war auf dem Berliner Stiftungstag und auf dem bundesweiten Treffen in Osnabrück vertreten. Sie nahm an der Berliner Stiftungswoche und mehreren thematischen Fachveranstaltungen auf lokaler und auf Bundesebene teil. Im September kam das Stiftungsnetzwerk Bildung zu seinem Bundestreffen auf dem Pfefferberg zusammen, im November begrüßte die Stiftung Pfefferwerk führende Vertreterinnen und Vertreter der Leitungs- und Aufsichtsgremien des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen e.V. zu einem Informationsgespräch über das Stiftungsmodell auf dem Gelände, darunter den Vorsitzenden des Vorstandes und den Generalsekretär. 

Fortgeführt wurden auch die Mitgliedschaften im Europäischen Netzwerk der Städte und Regionen für Sozialökonomie (REVES) sowie im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband Landesverband Berlin e.V., wobei M. Haertel erneut in den Wahlausschuss für die 2018 im Landesverband anstehenden Wahlen gewählt wurde.

Operative und fördernde Tätigkeit

Gemäß ihrer Verfassung ist die Stiftung Pfefferwerk sowohl fördernd als auch operativ in den Bereichen Umweltschutz, Denkmalschutz, berufliche Bildung und Volksbildung, generationsübergreifende Gemeinwesenarbeit (darunter Jugendhilfe, Altenhilfe, Wohlfahrtspflege, mildtätige Zwecke gemäß § 53 Abgabenordnung), Kultur und Völkerverständigung tätig und verbindet das mit dem Anspruch, die Schaffung neuer Arbeits- und Ausbildungsplätze zu befördern, arbeitsmarktpolitische Aktivitäten zu unterstützen und/oder die Chancen Benachteiligter auf eine Integration in das Erwerbsleben zu verbessern. Den Rahmen für die Fördertätigkeit 2017 bildeten die Grundsätze der Förderung und die Förderrichtlinien jeweils in der Fassung vom 26. September 2011.

1. Umweltschutz

In diesem Stiftungszweck erfolgte 2017 die Vergabe von Fördermitteln an gemeinnützige Träger zum einen für vier Projekte, bei denen vorwiegend benachteiligte Menschen (Jugendliche, Geflüchtete) mit Blick auf ihre Lebensumwelt gärtnerisch tätig wurden:

  • Luccinas – International network of Art and Science e.V. (Charlottenburg) – Personal- und Sachmittel für das Garten- und Begrünungsprojekt ViaVerde Berlin;
  • GANGWAY – Straßensozialarbeit in Berlin e.V. (Buch) – Sachmittel für Gartengeräte zur Pflege eines von den Jugendlichen genutzten Platzes;
  • Förderverein Upsala e.V. (Pankow) –- Sachmittel für die Herrichtung und Pflege von Grünflächen in der JFE Upsalaer Straße / Programm „Mit Deiner Idee geht mehr!“
  • Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH (Prenzlauer Berg) – „Ich leiste (mir) was“ Aufwandsentschädigung für Jugendliche, die im Zuge ihrer Betreuungszeit in der Krisenunterkunft BUK Grünflächen in einer JFE pflegen.

Zuschüsse wurden zum anderen für weitere fünf Projekte anderer gemeinnütziger Träger gewährt, die dem Themenfeld Umweltbildung / -erziehung zuzuordnen waren:

  • Förderverein der Robert Havemann Oberschule e.V. (Karow) – Arbeitsausstattung für aus der Schülerschaft neu ausgebildete „Junior-Energieberater“;
  • VEREIN der FREUNDE und FÖRDERER des Oberstufenzentrums TIEM e.V. (Spandau) – Fördermittel für das interdisziplinäre Projektvorhaben „Fontänen“ / Programm „Mit Deiner Idee geht mehr!“;
  • SONED e.V. (Friedrichshain) – Kofinanzierung für das Bildungsprogramm „Gemeinsam! Gerecht! Gestalten!“ zur Gestaltung von nachhaltiger Entwicklung;
  • Humanistischer Verband Deutschlands LV Berlin – Brandenburg e.V. (Prenzlauer Berg) – Honorare und Sachmittel für „Old fashioNE(W)d – Repair and Care“ in einer JFE / ReparierFonds;
  • Technischer Jugendbildungsverein in Praxis e.V. (Köpenick) – Zuschuss zu den Baukosten für das „Lernlabor Energie“ auf dem Gelände einer Schule in Köpenick.

Im Rahmen der operativen Arbeit unterstützte bzw. organisierte die Stiftung Pfefferwerk Überlegungen und Gespräche gemeinnütziger Akteure, das Thema Reparieren (und damit Abfallreduzierung bzw. Müllvermeidung) mit Berufsorientierung an Schulen zu verknüpfen.

2. Denkmalschutz

Im Jahr 2017 reichte die Stiftung Pfefferwerk Fördermittel für ein Projekt des gemeinnützigen Denk mal an Berlin e.V. aus, wodurch im Vorfeld des Tags des offenen Denkmals Workshopreihen bzw. Projektwochen mit Schüler/innen mitfinanziert wurden, die als Kooperation von bezirklichen Museen mit jeweils einer Bildungseinrichtung stattfanden.

Im operativen Bereich realisierte die Stiftung Pfefferwerk mehrfach auf Anfrage Führungen interessierter Besucher/innen auf dem Pfefferberg-Gelände, darunter zwei Führungen zum Tag des offenen Denkmals.

Im Zuge der erfolgreichen Bemühungen um Aufnahme des Pfefferbergs in die Europäische Route der Industriekultur (ERIH) etablierte die Stiftung Pfefferwerk auch den Kontakt zum Berliner Zentrum Industriekultur (bzi). In diesem Zusammenhang beteiligte sie sich u.a. am themenbezogenen Austausch mit weiteren Standorten der Berliner Route der Industriekultur zur Vorbereitung des Europäischen Kulturerbejahres.

3. Berufliche Bildung und Volksbildung

Auf Beschluss der Stiftungsgremien war dieser Stiftungszweck im Berichtszeitraum wiederum besonders im Fokus der Arbeit. Mehr als die Hälfte der 2017 ausgereichten Fördermittel, insgesamt 128.220,00 Euro, flossen in 38 Projekte gemeinnütziger Träger.

3.1. Einen expliziten Schwerpunkt bildeten Angebote zur Unterstützung der beruflichen Orientierung insbesondere für benachteiligte Jugendliche. Die Stiftung Pfefferwerk entwickelte 2017 in Abstimmung mit externen Fachleuten das aus zwei Säulen bestehende Förderprogramm selbeR.machen, aus welchem, diesem Stiftungszweck zugeordnet, die nachstehend genannten Projektzuwendungen ausgereicht wurden:

  1. Fördersäule 1 - Mit Deiner Idee geht mehr!
  • Förderverein der Janusz-Korszak-Oberschule Pankow e.V. (Pankow) – Weiterbau der „Längsten Bank Pankows“ (Jauseeck III);
  • Förderverein der Kurt-Tucholsky-Oberschule Berlin-Pankow e.V. (Pankow) – Planung und Bau von Sitzelementen im Skulpturengarten;
  • Förderverein Hagenbeck-Schule e.V. (Weißensee) – Bau einer Steintreppe;
  • BAUFACHFRAU Berlin e.V. (Moabit) – Projekt „Wir bauen uns die Welt, wie sie uns gefällt“ im Mädchen-Kultur-Treff Dünja;
  • Verein Berliner Bildungsinitiative e.V. (Neukölln) – Herrichten eines separaten Standortes für das Repair Cafe auf dem Campus Efeuweg;
  • Freunde der Hufeland-Schule e.V. (Buch) – Ausbau eines Chillraums in einer KJFE;
  • Spielkultur Berlin-Buch e.V. (Buch) – Umbau der „Bühne“ auf der Moorwiese.

B) Fördersäule 2 - ReparierFonds

Repair-Cafe & Schule:

  • Förderverein der Carlo-Schmid-Oberschule e.V., Spandau;
  • SOCIUS – Die Bildungspartner gGmbH – Tesla-Schule, Pankow;
  • SH Starke Hände gGmbH – Schule an der Jungfernheide, Spandau;
  • Förderverein Kurt-Löwenstein-Schule e.V. – Röntgen-Schule, Treptow/Neukölln;
  • Förderverein Hagenbeck-Schule e.V., Weißensee;
  • Technischer Jugendbildungsverein in Praxis e.V., Treptow/Köpenick
    • Schule an der Dahme;
    • Grünauer Gemeinschaftsschule;
    • ISS W.-Bölsche-Schule;
  • Förderverein Heinrich Mann Schule e.V., Neukölln

sowie

  • KidBike e.V. (Tempelhof) – Kofinanzierung für das Projekt „Mädchen montieren“, eine Fahrradwerkstatt für geflüchtete Mädchen im Flughafen Tempelhof.

Darüber hinaus vergab die Stiftung Pfefferwerk 2017 Zuschüsse für weitere Projekte gemeinnütziger Träger zur Unterstützung der beruflichen Orientierung von benachteiligten Jugendlichen:

  • Multicult. Radio- und Medienproduktionen gUG (Kreuzberg) – Kofinanzierung des Projekts Junge Medien@globale Wirtschaft
  • Stiftung JONA (Spandau) – Mitfinanzierung des Projekts zur Berufswegplanung lernschwächerer Schüler/innen mit und ohne Fluchthintergrund
  • Technischer Jugendbildungsverein in Praxis e.V. (Treptow/Köpenick) – Ausbau und Ausstattung eines Fahrzeugs als flexibles Werkstattmobil im Kontext Reparieren.

Nachstehend aufgeführt sind die gemeinnützigen Träger, die von der Stiftung Pfefferwerk im Berichtszeitraum Zuwendungen erhielten, um mit Blick auf eine Verbesserung der Lernergebnisse benachteiligter Kinder und Jugendlicher kostenfreie Angebote zur Nachhilfe und/oder Sprachförderung realisieren zu können:

  • Die Lernwerkstatt – lernen und lernen lassen e.V. (Treptow) – Honorare und Sachkosten für die Durchführung einer Lernbegleitung;
  • Förderverein der Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Schule e.V. (Prenzlauer Berg) – Personalmittel zur Weiterführung der Nachhilfeangebote im Schülerclub;
  • Förderverein Kinder- und Jugendprojekte Kreuzberg e.V. (Kreuzberg) – Kofinanzierung des Projekts Plan MSA zur Unterstützung lernschwächerer Schüler/innen in Vorbereitung auf die Prüfungen zum MSA bzw. eBBR;
  • FORUM Kreuzberg e.V. (Kreuzberg) – Kofinanzierung des Projekts „Spielplatz: Mensch!“ im Schülerclub Aladdin;
  • Wir im Brunnenviertel (WIB) – Förderung und Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund und ihren Familien e.V. (Wedding) –

Aufwandsentschädigungen für das Projekt „WIB-Jugend verein(t)“, wo Jugendliche Bildungsangebote für andere Jugendliche durchführen;

Kofinanzierung des Projekts „Wir sind alle WIB“ mit Bildungs- und Freizeitangeboten von Jugendlichen für geflüchtete Jugendliche;

  • Deutsch-Armenische Initiative e.V. (Prenzlauer Berg) – Honorare und Sachmittel zur Realisierung von Deutschkursen für vorwiegend minderjährige Geflüchtete;
  • Nadeshda e.V. (Friedrichshain) – Kofinanzierung von „mobilasyl“ zur Begleitung vorwiegend minderjähriger Geflüchteter bei der Eingliederung in das Schulsystem; 
  • Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH (Wedding) – Kofinanzierung der Etablierungsphase des Angebots „Gemeinsames Aktivlernen“;
  • Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH (Pankow) – Workshop in der Tagesgruppe Plan B.

3.2. Einen weiteren Schwerpunkt in der Fördertätigkeit der Stiftung Pfefferwerk bildete die Unterstützung von Angeboten gemeinnütziger Träger zur Verbesserung von Chancen benachteiligter Erwachsener auf den Einstieg ins Erwerbsleben:

  • VISIONEERS – Volunteering with a Vision (Schöneberg) – Bildungsangebote für geflüchtete junge Erwachsene im Rahmen des VISIONEERS Mentorenprogramms;
  • Verein zur Förderung der interkulturellen Jugendarbeit Schlesische Straße 27 e.V. (Kreuzberg) – Nachhilfe im Projekt Cucula School mit Geflüchteten;
  • Von Meisterhand e.V., vormals Ritas Häkelklub e.V. (Neukölln) – anteilige Mietkosten und Honorare zur Durchführung handwerklich-künstlerischer, sprach- und start-up-orientierter Qualifizierungsangebote für langzeitarbeitslose Migrant/innen;
  • JOLIBA Interkulturelles Netzwerk in Berlin e.V. (Kreuzberg) – Personal- und Sachkosten für eine Nähwerkstatt mit Migrant/innen und Geflüchteten;
  • Leadership Berlin – Netzwerk Verantwortung e.V. (berlinweit) – anteilige Finanzierung des modularen Fortbildungsprojekts Leadership in Dialogue ;
  • Verband für Interkulturelle Arbeit (VIA) Regionalverband Berlin/Brandenburg e.V. (berlinweit) – Finanzierung von muttersprachlichen Empowerment-Workshops im Vorfeld des beruflichen Werdegangs für Frauen mit Migrationshintergrund;
  • Fördern durch Spielmittel e.V. (Prenzlauer Berg) – Mitfinanzierung der Ausbildungsvergütung für einen Geflüchteten;
  • WeTeK Berlin gGmbH – Kostenübernahme für die Teilnahme von vier nicht aus dem ALG II geförderten Benachteiligten an berufsvorbereitenden Kursen im Vorfeld einer Erzieher/innenausbildung.

Im Zuge der operativen Arbeit realisierte die Stiftung Pfefferwerk im Jahr 2017 mehrere Informationsveranstaltungen über Pfefferberg (Geschichte, Stiftungsmodell) und Pfefferwerk. Zu den Interessierten zählten auch Auszubildende der Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH und Gäste aus dem Ausland. Im Dezember 2017 war die Stiftung Pfefferwerk eingeladen, das Modell im Rahmen eines Treffens zur Sozialen Innovation in Brüssel vorzustellen.

4. Generationsübergreifende Gemeinwesenarbeit

Den zweiten Schwerpunktbereich der Stiftungstätigkeit bildete im Berichtszeitrum wiederum die generationsübergreifende Gemeinwesenarbeit, im Besonderen die Kinder- und Jugendhilfe und die Wohlfahrtspflege sowie die Erfüllung mildtätiger Zwecke.

4.1       Kinder- und Jugendhilfe

Die Stiftung Pfefferwerk vergab Zuwendungen an gemeinnützige Träger für sechs Projekte, bei denen benachteiligte Jugendliche (mit und ohne Flucht- bzw. Migrationshintergrund) im Mittelpunkt der Arbeit standen:

  • Schule & Beruf Berlin e.V. (berlinweit) – Personalkosten für die wissenschaftliche Begleitung von Arbeitsgruppen zur Weiterentwicklung der Jugendberufshilfe;
  • Alte Feuerwache e.V. (Neukölln) – Kofinanzierungsmittel für das Modellprojekt ZUGANG FÜR ALLE zur Verbesserung der Chancen am Übergang Schule – Beruf;
  • JuLi Jugendhilfe in Lichtenberg gGmbH (Lichtenberg) – Honorare für die Weiterführung von Sprachlern- und Kreativangeboten für Kinder und Jugendliche aus Flüchtlingsunterkünften bzw. Willkommensklassen, durchgeführt in einer JFE;
  • Spielkultur Berlin-Buch e.V. (Buch) – Sachmittel für die Erweiterung der Räumlichkeiten in der Einrichtung „Moorwiese“ durch die Anschaffung und den Ausbau eines Bauwagens unter Mitwirkung der Jugendlichen;
  • JuLi Jugendhilfe in Lichtenberg gGmbH (Prenzlauer Berg) – Zuschuss zu den Ausstattungskosten für die Etablierung eines teilstationären Jugendhilfeangebots;
  • Unabhängiges Jugendzentrum Pankow JUP e.V. (Pankow) – Sachmittel für den Bau einer Rampe für eine barrierefreie JFE / Programm „Mit Deiner Idee geht mehr!“

Weiter unterstützte sie mit Zuwendungen die Neugründung bzw. Erweiterung von drei Einrichtungen der Kindertagesbetreuung in freier Trägerschaft, die einen besonderen konzeptionellen Schwerpunkt verfolgen:

  • Forum für Bildung und Erziehung (FBE) gGmbH (Wedding) – Anschubunterstützung für die Etablierung der waldorforientierten Kita „Elfenblume“; 
  • DETI gGmbH (Lichtenberg) – Zuschuss zu den Baukosten für die Erweiterung einer bilingualen Kindertagesstätte;
  • Kinderstube ABEONA e.V. (Treptow) – Baukostenzuschuss für die Eröffnung einer waldorforientierten Kindertagesstätte.

4.2       Wohlfahrtspflege

Die Stiftung Pfefferwerk vergab 2017 Projektzuwendungen an vier gemeinnützige Träger, um Kreativ- oder niedrigschwellige Bildungs- und Beratungsangebote für Flüchtlinge und andere Menschen mit Migrationshintergund zu ermöglichen bzw. zu unterstützen. In diesem Rahmen erhielten folgende Projekte einen Zuschuss:

  • KUNSTASYL e.V. (Spandau) – Projekt „GESTRANDET“, realisiert mit Bewohner/innen einer Notunterkunft;
  • Kreativhaus e.V. (Mitte) – Finanzierung modularer Angebote der Willkommenskultur (Sprachförderung, Beschäftigung) für Frauen mit Fluchterfahrung;
  • MitMachMusik – Ein Weg zur Integration von Flüchtlingskindern e.V. (Steglitz u.a.) – Honorare für musikalische Angebote geflüchteter Musiker für geflüchtete Kinder;
  • Handiclapped – Kultur Barrierefrei e.V. (berlinweit) – Kofinanzierung des von Aktion Mensch geförderten Projekts Handiclapped barrierefrei – inklusive Musik für Alle!

4.3       Mildtätige Zwecke

Im Jahr 2017 reichte die Stiftung Pfefferwerk erneut die Mittel aus dem Programm „KinderZukunft“ aus, die der Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Landesverband Berlin e.V. bzw. seiner Stiftung für den Bezirk Pankow zur Verfügung stellte. Insgesamt 105 Kinder aus bedürftigen Familien kamen im Zuge dessen in den Genuss einer Einzelhilfe oder eines mehrmonatigen Kinderstipendiums, der Gesamtbetrag belief sich auf 5.726,00 Euro.

Aus eigenen Mitteln unterstützte die Stiftung Pfefferwerk drei bedürftige Kinder und Jugendliche bzw. ihre Familien jeweils einen kleinen Zuschuss bei der Finanzierung des Eigenanteils für Bildungsangebote. Darüber hinaus erhielt ein gehörloser junger Mann einen Zuschuss für die Anmietung eines Arbeitsplatzes in einem Coworking-Space.

5. Kultur

Vier der Förderungen, die die Stiftung Pfefferwerk 2017 im Rahmen des Stiftungszwecks Kultur an gemeinnützige Träger vergab, kamen direkt oder vermittelt Künstler/innengruppen in verschiedenen Genres zugute, die versuchen, im Arbeitsmarkt Kultur anzukommen:

  • Creative office e.V. (Friedrichshain) – Zuschuss zu den Honorar- und Mietkosten bei der Realisierung einer Serie von/mit jungen Filmemachern;
  • Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH (Prenzlauer Berg) – Kofinanzierung für den Ausstellungskatalog der Jubiläumsausstellung in der Galerie F92;
  • FORUM Kreuzberg gemeinnütziger e.V. (Kreuzberg) – Unterstützung der Abschlussinszenierung einer Studentin in Zusammenarbeit mit dem Ensemble checkh-OFF players;
  • Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH (berlinweit) – Honorare zur Weiterführung der Veranstaltungsreihe  „RESONANZEN – Internationale Klänge“ auf dem Pfefferberg.

Zwei Zuwendungen wurden der WeTeK Berlin gGmbH zur Kofinanzierung von Beratungs- und Qualifizierungsangeboten für Kreative und Künstler/innen berlinweit bereitgestellt:

  • Kofinanzierung des Projekts „WERKSCHAU“ zur Unterstützung von Künstler/innen (Programm PEB);
  • Kofinanzierung von „ARTWERT im Creative Service Center“ (Land Berlin).

6. Völkerverständigung

Im Berichtszeitraum vergab die Stiftung Pfefferwerk Zuwendungen an vier Projekte gemeinnütziger Träger:

  • Aedes Network Campus gGmbH (Prenzlauer Berg) – Personalkostenzuschuss bei der Koordination des Studentenaustauschprogramms auf dem Pfefferberg;
  • Interkulturell-Aktiv e.V. (Wedding) – Baukostenzuschuss für die bessere Erschließung von Räumlichkeiten für das interkulturelle Nachbarschaftstheater „Prinzentheater“;
  • Über den Tellerrand e.V. (Schöneberg) - Honorare und Sachmittel für Workshops im Rahmen des integrativen Urban-Gardening-Projekts "Über den Tellerrand wachsen“ mit Geflüchteten, Student/innen, Nachbarschaft;
  • Amaro Foro e.V. (Neukölln) – Kofinanzierung für Empowermentworkshops für junge Roma aus mehreren Ländern im Rahmen des aus dem Programm ERASMUS+ geförderten Jugendaustauschprojektes „One Place, One Story“.

Im gesamten Jahresverlauf 2017 arbeitete die Stiftung Pfefferwerk intensiv an der Umsetzung des gemeinsam mit Partnerorganisationen in Belgien und Italien an dem aus dem Programm ERASMUS+ geförderten Projekt „Minorities Groups Education through Arts“ (META), das auf die besserer Integration von benachteiligten Kindern unterschiedlicher ethnischer Herkunft mittels Kultur an Schulen abzielt (www.meta-project.eu).

Die Stiftung Pfefferwerk war auf der Generalversammlung von REVES im Juni in Brüssel vertreten.