pfefferberg

Aktuelles

Förderprogramm für

Projekte von und mit Berliner Jugendlichen

"selbeR. machen" - aus dem Programm fördert die Stiftung Pfefferwerk Projekte, bei denen Berliner Jugendliche handwerklich-kreative Tätigkeiten bzw. praktische Fertigkeiten erproben und sie so bei der beruflichen Orientierung unterstützen. Insgesamt 80 000 Euro stehen pro Jahr zur Verfügung.

Das Programm besteht aus zwei Teilen:

1.) Aus dem "ReparierFonds" fördert die Stiftung Pfefferwerk längerfristige, mehrtägige bzw. sich wiederholende Aktivitäten, die das Reparieren von Alltagsgegenständen wie Möbeln, Fahrrädern oder Kleingeräten mit der beruflichen Orientierung von Jugendlichen, vor allem von benachteiligten Jugendlichen, verknüpfen. Diese Aktivitäten können an Schulen, an Jugendfreizeiteinrichtungen oder auch andernorts stattfinden.

2.) Das Teilprogramm "Mit Deiner Idee geht mehr!" ist ebenfalls für Antragsteller aus allen Berliner Bezirke zugänglich. Zuschüsse werden für handwerklich-kreative Projekte zur Verfügung gestellt, bei denen sich Jugendliche mit Bauen, Umbauen, durch Gärtnern, Malern, Renovieren oder .. aktiv in ihrem Umfeld engagieren wollen.

Ein Beispiel:

Schüler/innen der Hagenbeck-Schule unter fachkundiger Begleitung von BAUFACHFRAU Berlin e.V. beim Bau eines Lehmofens:

Alljährlich stellen Jugendliche, die aktiv dazu beigetragen haben, die geförderten Projekte auch umzusetzen, bei einer Veranstaltung auf dem Pfefferberg vor, was enstanden ist und welche Arbeitsschritte dafür notwendig waren. Am Ende wird dann jeweils der Preis des Förderkreises der Stiftung Pfefferwerk verliehen.

Das diesjährige Treffen findet am 12. Dezember 2019 statt. Interessierte sind wie immer herzlich willkommen.

 

Der Pfefferberg: Industriekultur als Arbeitsort

Berliner Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8 sind noch bis zu den Herbstferien zu einem Rundgang eingeladen, bei dem unterstützt durch Fotos und im Dialog mit verschiedenen Akteuren das Areal erkundet wird. Gemeinsam gilt es, in Erfahrung zu bringen, was hier früher war und was heute passiert. Dabei geht es nicht zuletzt um die Tätigkeiten und Berufe, die zur jeweiligen Zeit eine besondere Rolle spielten.

Infos und Anmeldung: Berliner Zentrum Industriekultur I Hannah Buchholz I Fon: 030/5019-3805 I kontakt@industriekultur.berlin I

Das Angebot ist Teil des Programms der Route der Industriekultur Berlin für Schülerinnen und Schüler, das im Europäischen Kulturerbejahr 2018 erstmals stattfand und nun weitergeführt wird.

 

Programm KinderZukunft

Auch 2019 verwaltet die Stiftung Pfefferwerk die Mittel, die von der Stiftung des Paritäters aus dem gleichnamigen Programm für den Bezirk Pankow zur Verfügung gestellt wurden. Diese Mittel werden an bedürftige Familien mit Kindern im Alter von bis zu 15 Jahren für Zwecke wie die Anschaffung von Bekleidung oder auch für Mitgliedsbeiträge oder Kursgebühren ausgezahlt, wenn eine Mitgliedsorganisation des dpw einen entsprechenden Gutschein ausgestellt hat.

Weitere Auskünfte oder Rückfragen gern telefonisch oder per Mail.

 

Einzelübersicht zu den Förderungen 2019

Einzelübersicht über die 2019 ausgereichten Förderungen

Gesamt: 51 Projekte – 190 560 €, 5 Einzelhilfen – 1655 €

Stand: 5. August 2019

Umweltschutz (4 Projekte – 13 450 €)

  • Förderverein Upsala e.V. (Pankow) – Fördermittel aus dem Programm „Mit Deiner Idee geht mehr!“ zur Anschaffung von Sachmitteln für die Herrichtung und Pflege von Grünflächen in der Jugendfreizeiteinrichtung Upsalaer Straße (1500 €)
  • Unabhängiges Jugendzentrum Pankow e.V. (Pankow) - Fördermittel aus dem Programm „Mit Deiner Idee geht mehr!“ für das Projekt „JUPies meets Bienen, Blumen und Kräuter“ zur Umgestaltung des Außenbereichs der JFE (1700 €)
  • Förderverein Naturpark Barnim e.V. (Pankow) – Sachmittel zur Ausstattung von sieben Pankower JFE mit Bewässerungsanlagen für die Gärten sowie Honorar für einen Vermittlungsworkshop zur Bauanleitung für die Arbeit mit den Jugendlichen (5250 €)
  • Nachbarschaftshaus Urbanstraße e.V. (Kreuzberg) – Sachmittel und Honorare zur Etablierung eines integrativen Nachbarschaftsgartens mit Menschen mit und ohne Fluchthintergrund (5000 €)

Denkmalschutz (2 Projekte – 8 500 €)

  • Denk mal an Berlin e.V. (berlinweit) – Mitfinanzierung von Workshopreihen bzw. Projektwochen im Vorfeld des Tags des offenen Denkmals, entwickelt und realisiert als Kooperation von mehreren bezirklichen Museen in Berlin mit jeweils einer Bildungseinrichtungen (5000 €)
  • Aedes Network Campus gGmbH (Prenzlauer Berg) – Honorare und Sachmittel für die Durchführung von Workshops mit Jugendlichen zur Thematik Architektur und Stadtentwicklung auf dem Pfefferberg (3500 €)

Berufliche Bildung und Volksbildung (25 Projekte – 91 310 €)

1. Zielgruppe Jugendliche/Schüler/innen (22 Projekte – 82 500 €)

  1. Handwerkliche/kreative Projekte (13 Projekte – 43 220 €)
  • BAUFACHFRAU Berlin e.V. (Pankow) - Fördermittel aus dem Programm „Mit Deiner Idee geht mehr!“ zur Planung und Umsetzung des Projekts „Kunst sitzbar machen“, bei dem mit Schülerinnen und Schülern im Schulhof der Reinhold-Burger-Schule ein bepflanzbares Sitzmöbel gebaut wird (4950 €)
  • SH Starke Hände gGmbH (Spandau) - Fördermittel aus dem Programm „Mit Deiner Idee geht mehr!“ zur Renovierung eines Schuppens als Lagerraum für die Fahrradwerkstatt an der Schule an der Jungfernheide (150 €)
  • FiPP e.V. Fortbildungsinstitut für die pädagogische Praxis (Hellersdorf) - Fördermittel aus dem Programm „Mit Deiner Idee geht mehr!“ zum Bau eines Lehmofens auf der Außenfläche des Kinder- und Jugendhauses an der Wuhle im Rahmen einer Projektwoche mit Jugendlichen (1800 €)
  • Weiterführung von Repair-Angeboten
    • Verein Berliner Bildungsinitiative e.V. (Neukölln) – Fahrradwerkstatt an der Gemeinschaftsschule Campus Efeuweg (2000 €)
    • Förderverein Kurt-Löwenstein-Schule e.V. – RC an der Röntgen-Schule, Treptow/NK (3.500 €)
    • SOCIUS - Die Bildungspartner gGmbH (Prenzlauer Berg) – Fahrradwerkstatt an der Tesla-Schule (4000 €)
    • KidBike e.V. (Tempelhof) – Honorare und Sachkosten zur Weiterführung der Fahrradwerkstatt für geflüchtete Mädchen und junge Frauen im Flughafen Tempelhof (4.000 €)
    • Die gelbe Villa – Stiftung Jovita (Kreuzberg) – Personal- und Sachkosten für ein mehrgliedriges regelmäßiges Repair-Angebot in der Einrichtung (6.000 €)
    • Humanistischer Verband Deutschlands LV Berlin – Brandenburg KdöR (Prenzlauer Berg) – Honorare und Sachmittel zur Durchführung des Projekts „That’s my style“ in der JFE Twenty Two (4500 €)
  • JuLi Jugendhilfe in Lichtenberg gGmbH (Lichtenberg) – Honorare für die Durchführung einer Fahrradwerkstatt und von handwerklich orientierten Kreativangeboten in einer JFE (3300 €)
  • social return Stiftung gGmbH (Tempelhof) – Sachmittel zur Verbesserung der Ausstattung der „Fliegerwerkstatt“, wo Jugendliche unterschiedliche handwerkliche Fertigkeiten und technische Kenntnisse vertiefen(4700 €)
  • Technische Jugendfreizeit- und Bildungsgesellschaft gGmbH (Neukölln) – ergänzende Honorarmittel für das Projekt „Zeig, was Du kannst – Gartenbau für alle!“ in der KJFE MANEGE auf dem Rütli-Campus (1320 €)
  • FORUM Kreuzberg e.V. (Kreuzberg) – Kofinanzierung des von Aktion Mensch geförderten Projekts „Spielplatz: Mensch!“ im Schülerclub Aladdin (3000 €)
  1. Zusätzliche Lernangebote /Lernbegleitung (9 Projekte – 39 280 €)
  • Förderverein Gemeinschaftshaus MORUS 14 e.V. (Neukölln) – Honorare und Sachmittel für die Weiterführung des Nachhilfeangebots „Der frühe Vogel“ für Schülerinnen und Schüler im Rollbergviertel zur längerfristigen Vorbereitung auf die Prüfungen zum BBR und MSA (6000 €)
  • Multikulturelle Jugend Integrationszentrum e.V. (Charlottenburg) – Mitfinanzierung von Honoraren und Sachkosten für kontinuierliche Nachhilfeangebote für Schüler*innen, vorwiegend mit Migrationshintergrund (3500 €)
  • Förderverein Kinder- und Jugendprojekte Kreuzberg e.V. (Kreuzberg) – Kofinanzierung des Projekts Plan MSA zur Unterstützung lernschwächerer Schüler/innen in Vorbereitung auf die Prüfungen zum MSA bzw. eBBR (4000 €)
  • EACH ONE TEACH ONE e.V. (Wedding) – Honorar- und Sachmittel zur Finanzierung von Nachhilfeangebote einschließlich Prüfungsvorbereitung für junge Schwarze Menschen (5700 €)
  • Die Lernwerkstatt – lernen und lernen lassen e.V. (Treptow) – Honorare und Sachkosten für die Durchführung einer Lernbegleitung für benachteiligte Jugendliche (2000 €)
  • Wunschwerkstatt e.V. (Pankow) - Kofinanzierung des Projekts „Abenteuer Zukunft“ zum Aufbau eines berufsorientierenden Patenschaftsprogramms für benachteiligte Jugendliche (3250 €)
  • Technische Jugendfreizeit- und Bildungsgesellschaft gGmbH (Neukölln) –  Honorarmittel für die Etablierung des Angebots „Begleitung von Lernbiografien“ in der KJFE MANEGE auf dem Rütli-Campus (4680 €)
  • Joblinge gAG Berlin (Pankow) – Honorar- und Sachmittel zur Durchführung des Projekts SITZEN (AT) mit benachteiligten Jugendlichen aus dem Programm JOBLINGE (5150 €)
  • After School Hustle gemeinnützige UG (berlinweit) – Personalkostenzuschuss für die Koordination eines Jahres-Workshop-Programms für Jugendliche (5000 €)

2. Zielgruppe Erwachsene (3 Projekte – 8 810 €)

  • Gesellschaft für interkulturelles Zusammenleben gGmbH (Spandau) – Finanzierung ergänzender Elemente des pädagogischen Orientierungskurses „Einstieg und Fachsprache für erzieherische Berufe“ (6000 €)
  • Fördern durch Spielmittel e.V. (Prenzlauer Berg) – Mitfinanzierung der Ausbildungsvergütung für einen Geflüchteten (810 €)
  • Brunnenviertel e.V. (Wedding) – Honorar- und Sachmittel zur Durchführung des Projekts „Wissensbörse 2.0 - Berufswiederfindung“, das niedrigschwellige Bildungsangebote vorwiegend für neu zugewanderte Migrantinnen mit Berufserfahrung in den Herkunftsländern beinhaltet (2000 €)

Generationsübergreifende Gemeinwesenarbeit (13 Projekte – 51 500 €)

(1) Kinder- und Jugendhilfe (2 Projekte – 3400 €)

  • FiPP e.V. Fortbildungsinstitut für die pädagogische Praxis (Treptow-Altglienicke) - Fördermittel aus dem Programm „Mit Deiner Idee geht mehr!“ zur Neugestaltung der Außenfläche des Abenteuerspielplatzes WASLALA mit Kindern und Jugendlichen (2800 €)
  • Unabhängiges Jugendzentrum Pankow e.V. (Pankow) - Fördermittel aus dem Programm „Mit Deiner Idee geht mehr!“ für das Projekt „Durchbruch zur Ruhe“ zur Neugestaltung des Innenbereichs der JFE (600 €)

(2) Wohlfahrtspflege (11 Projekte – 48 100 €)

  • emPati gGmbH (Neukölln) – 2. Rate der Kofinanzierung des PEB-Projekts „Neu_Raum – Neuköllner Raum für Orientierung und Teilhabe“ zur Unterstützung der Arbeitsmarktintegration von Benachteiligten durch Qualifizierung und Beschäftigung (6000 €)
  • WeTeK Berlin gGmbH (Treptow-Altglienicke) – 1. Rate zur Kofinanzierung des aus dem Programm Partnerschaft – Entwicklung – Beschäftigung geförderten Projekts „KiezBand“ zur Aktivierung von benachteiligen Jugendlichen und insbesondere älteren Langzeitarbeitslosen im Kosmos-Viertel (5000 €)
  • ACT e.V. (Neukölln) – 1. Rate zur Kofinanzierung des aus dem Programm Partnerschaft – Entwicklung – Beschäftigung geförderten Projekts „ACT – gemeinsam neue Wege gehen“ zur Aktivierung von Langzeitarbeitslosen (5000 €)
  • AspE e.V. (Kreuzberg) – Kofinanzierung des Beratungs- und Begleitungsprojekt „Wir in Berlin – Partnerschaften in Vielfalt“ für Menschen mit Fluchthintergrund (6000 €)
  • VISIONEERS – Volunteering with a Vision (Schöneberg) – Personal- und Sachmittel für das VISIONEERS Mentorenprogramm, das geflüchtete junge Erwachsene in die Personal- und Sachmittel für das VISIONEERS Mentorenprogramm, das geflüchtete junge Erwachsene in die berufliche Ausbildung bringen soll (4500 €)
  • Kreativhaus e.V. (Mitte) – Honorare und Sachmittel zur Finanzierung von modularen Angeboten der Willkommenskultur (Sprachförderung, Beschäftigung) für Frauen mit Fluchterfahrung (6000 €)
  • AWO Kreisverband –Mitte e.V. (Spandau) – Honorare und Sachmittel zur Etablierung eines Gemeinschaftsgartens im AWO Refugium Birkenhof, einer Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete (3000 € + 1000 €)
  • JuLi Jugendhilfe in Lichtenberg gGmbH (Lichtenberg) – Honorare für die Durchführung von Nachhilfe- und Kreativangeboten für Kinder und Jugendliche mit Fluchthintergrund in einer JFE (1400 €)
  • KOPF, HAND und FUSS gGmbH (Wedding) – Kofinanzierung von Fortbildungen zum Thema Existenzgründung/Selbstständigkeit für Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen (2200 €)
  • Handiclapped – Kultur Barrierefrei e.V. (berlinweit) – Kofinanzierung des von Aktion Mensch geförderten Projekts „Handiclapped barrierefrei – Erfolgreich weitermachen“ (3000 €)
  • inclusio medien e.V. (berlinweit) – 2. Rate der Kofinanzierung der von Aktion Mensch geförderten inklusiven Fernseh-Talkshow „Du hast das Wort“ (5000 €) 

Kultur (2 Projekte – 6 600 €)

  • WeTeK Berlin gGmbH (berlinweit) – 3. Rate der Kofinanzierung des aus dem Programm PEB geförderten Projekts „WERKSCHAU“ zur Unterstützung von Künstler/innen (5100 €)
  • FORUM Kreuzberg gemeinnütziger e.V. (Kreuzberg) – Honorar- und Sachmittel zur Unterstützung einer Inszenierung mit Studierenden des Michael Tschechow Studios Berlin (1500 €)

Völkerverständigung (5 Projekte – 19 200 €)

  • Fördern durch Spielmittel e.V. (berlinweit und international) – Kofinanzierung des internationalen und interdisziplinären Kreativitätsworkshop „Toy Design and Inclusive Play auf dem Pfefferberg (4200 €)
  • Technik-Sozialwissenschaftliches Forschungsinstitut e.V. (Kreuzberg) – Kofinanzierung des Jugendbegegnungsprojekts „Richtung Freiheit“ mit vorwiegend benachteiligten Jugendlichen aus Berlin und jungen Erwachsenen aus Kuba, bei dem gemeinsam ein Tanztheaterstück entwickelt wird (4500 €)
  • WeTeK Berlin gGmbH (berlinweit) – Kofinanzierung des Jugendbegegnungsprojekts von vorwiegend benachteiligten Jugendlichen aus Berlin und jungen Erwachsenen aus Kuba, bei dem ein gemeinsames Musikprojekt durchgeführt wird (3000 €)
  • Bildungsteam Berlin-Brandenburg e.V. (u.a. Pankow) - Kofinanzierung des vom BaMF geförderten Projekts „Interkulturelle Öffnung der Jugendhilfe – Qualität sichern, Teilhabe ermöglichen“ (2500 €)
  • Kunstasyl (berlinweit) – Kofinanzierung des integrativen Projekts *Tannur u.a. mit Studierenden der Kunsthochschule Weißensee und Geflüchteten zu Fragen kultureller Identität vermittelt über das Kochen (5000 €)
Förderprogramm „selbeR. machen“

Förderprogramm „selbeR. machen“

Das Förderprogramm „selbeR. machen zielt darauf ab, Berliner Jugendlichen zusätzliche Möglichkeiten zum Ausprobieren handwerklich-kreativer Tätigkeiten bzw. Erlernen praktischer Fähigkeiten zu eröffnen und sie so bei der beruflichen Orientierung zu unterstützen. Darüber hinaus geht es um solche Aspekte wie die Stärkung der Eigeninitiative, Kreativität, (Sozial)Kompetenz, nicht zuletzt auch um Nachhaltigkeit.

Das Förderprogramm „selbeR. machen umfasst zwei Fördersäulen, in deren Rahmen Zuschüsse beantragt werden können:

  1. Mit Deiner Idee geht mehr!“: Das anfangs im Bezirk Pankow erprobte Programm ist nun für Antragsteller aus allen Berliner Bezirken zugänglich.
  2. Der „ReparierFonds“ wurde 2017 aufgelegt und wird weitergeführt. WARUM? Überall gibt es Gebrauchsgegenstände, die irgendwann kaputt gehen. Viele lassen sich unter fachkundiger Anleitung auch von Nichtfachleuten wieder nutzbar machen. Das ist oft mit handwerklichen Tätigkeiten verbunden, die Jugendliche ansonsten kaum noch so gezielt ausführen. Zudem bedeutet Reparieren, Ressourcen zu schonen und Einfluss auf das Konsumverhalten zu nehmen.

      Mit dem Teilprogramm „Repair-Cafe & Schule“ soll die Etablierung eines Formates befördert werden, das zunehmend in der Nachbarschafts- und Gemeinwesenarbeit verbreitet ist, dabei vielfältige Ansätze für die berufliche Orientierung von Jugendlichen bietet und somit auch an Schulen seinen Platz finden könnte.

Programmzeitraum:    bis 2022

Gesamtvolumen:        bis zu 80 000 Euro jährlich (je Säule bis zu 40 000 Euro)

Förderhöhe:               bedarfsorientiert, projektbezogen bis zu 4 000 Euro jährlich (in Ausnahmefällen bis zu 6 000 Euro) 

Förderfähige Kosten:  Sachmittel, also beispielsweise Material, Kleinwerkzeug, Gerätemiete, und Personalkosten für die Projektumsetzung (Anleitung) - keine Investitionen

Förderzeitraum:          bedarfsorientiert

Antragsteller:              gemeinnütziger Träger (z.B. Förderverein der Schule, Trägerverein JFE)

Antrag:                       kurze Projektbeschreibung (was soll wie passieren, worin besteht das Ziel, welche Teilnehmer/innen, Zeitplan), Finanzplan sowie Unterlagen zum Antragsteller (Satzung, Auszug aus dem Vereinsregister sowie Nachweis der Gemeinnützigkeit in jeweils aktueller Ausführung)

Die Antragstellung ab sofort möglich, bitte die Einzelinformationen berücksichtigen

 

Fördersäule 1 „Mit Deiner Idee geht mehr!“

Programmschwerpunkt: kreative Projekte, bei denen sich Berliner Jugendliche in ihrem Umfeld engagieren wollen - so in Richtung gestalten, umbauen, herstellen, gärtnern, malern ..., und wo nach Abschluss etwas sichtbar, nutzbar bleibt

Antrag:        Projektbeschreibung, möglichst schon illustriert durch einen Entwurf, eine Skizze, Fotos oder ein Modell; Finanzplan, Unterlagen zum Antragsteller (s.o.)

Antragstellung: laufend möglich

HINWEIS             Hilfreich ist, im Vorfeld abzuklären, ob bei der Umsetzung etwas Besonderes beachten werden muss (z.B. Genehmigung)

Die Projektakteure sind alljährlich im April eingeladen, bei einer Veranstaltung auf dem Pfefferberg (meist im Rahmen der Berliner Stiftungswoche) ihre Vorhaben, den erreichten Stand und vielleicht auch schon Ergebnisse zu präsentieren. Während der Veranstaltung wird ein Preis verliehen.

 

Fördersäule 2 „ReparierFonds“

Programmschwerpunkt: längerfristige, mehrtägige bzw. sich wiederholende Aktivitäten, die Reparieren mit beruflicher Orientierung von Jugendlichen, vor allem von benachteiligten Jugendlichen, verknüpfen

Wesentliche inhaltliche Aspekte

  • Vermittlung handwerklich-technischer Kompetenzen durch Reparieren
  • Vermittlung von Kenntnissen im Hinblick auf handwerklich-technische Berufsbilder
  • Nach Möglichkeit Aufbau von Kontakten ins Umfeld/zu Firmen
  • Verknüpfung der Tätigkeiten mit Fragen des Konsumverhaltens

Die konkrete Einbettung/Umsetzung des Anliegens bleibt den Schulen bzw. Projektträgern entsprechend ihren Bedarfen und Möglichkeiten überlassen.

Antragstellung: laufend möglich

Teilprogramm „Repair-Cafe & Schule“

Schwerpunkt: Projektkonzepte, die die Idee des Repair-Cafes auf Schule übertragen und bedarfsbezogen ausgestalten

Zielgruppe:      insbesondere für Angebote an ISS und Gemeinschaftsschulen bzw. deren Schüler/innen

Antragstellung: Vorzugsweise werden längerfristige, kontinuierliche Angebote gefördert. Der Projektstart sollte dabei möglichst zu Schuljahresbeginn, spätestens nach den Herbstferien erfolgen.

HINWEIS:       Bei Bedarf können interessierte Schulen/Träger eine fachliche Beratung zur Projektkonzipierung erhalten.

Vorgesehen ist mindestens einmal jährlich ein Erfahrungsaustausch der geförderten Projekte.

 

Anträge können ab sofort unter nachstehender Adresse eingereicht werden:

Stiftung Pfefferwerk

Fehrbelliner Str. 92

10119 Berlin

 

PS Rückfragen bitte an M. Haertel unter 030/ 673 054 54 oder per Mail an info@stpw.org

 

 

 

Fördertätigkeit in Zahlen

Gesamtübersicht zur Fördertätigkeit der Stiftung Pfefferwerk seit 2009

2009 - Gesamt 102.000 €

2010 - 30 Projekte und 14 Einzelhilfen, Gesamtbetrag 120.445,50 €

2011 - 43 Projekte und 27 Einzelhilfen, Gesamtbetrag 152.515,02 €

2012 - 41 Projekte und 23 Einzelhilfen, Gesamtbetrag 150.283,56 €

2013 - 48 Projekte und 21 Einzelhilfen, Gesamtbetrag 180.891,44 €

2014 - 57 Projekte und 27 Einzelhilfen, Gesamtbetrag 206.101,65 €

2015 - 67 Projekte und 17 Einzelhilfen, Gesamtbetrag 209.660,00 €

2016 - 62 Projekte und 9 Einzelhilfen, Gesamtbetrag 220.431,60 €

2017 - 71 Projekte und 4 Einzelhilfen, Gesamtbetrag 238.040,00 €

2018 - 61 Projekte und 4 Einzelhilfen, Gesamtbetrag 243.532,00 €

2019 - Stand 2. August 2019:

51 Projekte und 5 Einzelhilfen, Gesamtbetrag 192.135,00 €

Infos zur operativen Arbeit

Im Mittelpunkt der operativen Arbeit der Stiftung Pfefferwerk steht die Entwicklung, Durchführung und Unterstützung von Aktivitäten im Rahmen der Stiftungszwecke auf dem Pfefferberg.

Beispielsweise finden auf Anfrage Führungen für interessierte Gruppen zur Geschichte und Gegenwart des Geländes statt (interessierte Einzelpersonen sind zu den Führungen am Tag des offenen Denkmals, der alljährlich am 2. Septemberwochenende stattfindet, herzlich willkommen).

Derzeit beteiligt sich die Stiftung Pfefferwerk an dem aus ERASMUS+ geförderten Projekt "Manifest for Inclusive Learning", das an der Universität Florenz entwickelt wurde und den Zugang zu Bildung für Menschen insbesondere mit Fluchthintergrund verbessern will. Anfang April 2019 kamen Projektpartner von sechs Institutionen aus Griechenland, Italien, den Niederlanden, aus Polen und Finnland nach Berlin, um sich über erfolgreiche Programme, Formate und Methoden auszutauschen und vor allem mehr über die sehr engagierte Arbeit von Akteuren in Berlin zu erfahren.

Ganz herzlichen Dank den vielen, die mitgeholfen haben, über fünf Tage ein so vielfältiges, lebendiges und informatives Programm zu gestalten.    

Weitere Beispiele 

Nach zweijähriger Arbeit im Projekt Minorities Education Through Art (META), das gemeinsam mit Partnern in Belgien und Italien umgesetzt wurde, organisierte die Stiftung Pfefferwerk 2018 zwei Veranstaltungen auf dem Pfefferberg, um Erfahrungen, Ergebnisse und theoretische Schlussfolgerungen aus dem Projekt vorzustellen und in die praktische Erprobung einzusteigen:

Prof. Umberto Margiotta/Ca’ Foscari University, Fondazione Nazionale Collodi referierte zum Thema „Developing intercultural competences through art". Gilda Esposito, PhD University of Florence, gestaltete mit Teilnehmenden aus Syrien, Irak, Mexiko, Peru, Italien, Spanien, Schottland, Finnland, Dänemark, Kroatien und Deutschland einen sehr lebendigen Workshop, der sich mit der Frage  “How can arts-based learning contribute to inclusion in European classrooms?” befasste.

 

2015 konzipierte die Stiftung Pfefferwerk die Veranstaltungsreihe RESONANZEN Internationale Klänge. Bei neun Veranstaltungen, die jeweils unter einem bestimmten Thema standen, kamen mehr als 100 in Berlin lebende Künstlerinnen und Künstler mit Wurzeln rund um dem Globus in HAUS 13 auf die Bühne und begeisterten das Publikum.

2017 übernahm die Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH den Staffelstab und führt die Reihe als Ausbildungsprojekt weiter.

 

Pfefferberg-Broschüre

Schon seit den 1990ern ist der Pfefferberg vor allem als Kulturstandort bekannt. Dabei hat sich in jüngster Zeit nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen viel verändert. In dem denkmalgeschützten Ambiente findet man heute ein sehr vielfältiges Spektrum kultureller Aktivitäten und Dienstleistungen. Doch auch aus der Vergangenheit lässt sich Interessantes und Spannendes berichten.

Illustriert mit vielen Fotos hat die Stiftung Pfefferwerk deshalb auf 80 Seiten Geschichte und Gegenwart der ehemaligen Brauerei, der ersten im heutigen Prenzlauer Berg, neu zusammengestellt.
Diese Broschüre ist direkt bei der Stiftung Pfefferwerk erhältlich.

Mail: info@stpw.org
Fax: 030/ 67 30 54 56